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Blogeinträge (themensortiert)
Thema: Erinnerungen
Saubermachen und Musik
Nach drei Stunden harter Arbeit (das ist der Nachteil einer so grossen Wohnung...) bin ich jetzt vollkommen erschöpft, aber stolz, denn alles blinkt und scheint... ich fühle mich sauwohl in dieser Wohnung, immer noch.
Eben beim Saubermachen hörte ich u.a. diesen song, zu dem ich damals vor 1000 Jahren in einem Beatclub in Manchester tanzte... Du meine Güte, was bin ich alt... aber nur von aussen..:-)
Eben beim Saubermachen hörte ich u.a. diesen song, zu dem ich damals vor 1000 Jahren in einem Beatclub in Manchester tanzte... Du meine Güte, was bin ich alt... aber nur von aussen..:-)
19.09.2009, 12.52 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Meine 2. (und letzte) grosse Liebe
'Weine nicht, weil es vorbei ist, lache, weil es überhaupt passiert ist'
Er hiess Nicolas und war Kapitän. Ich traf ihn in meiner 'wilden' Zeit (ungefähr zwei Jahre nachdem mir mein Ex-Ehemann die Kinder weggenommen hatte). Damals besuchte ich fast jeden Abend nach dem Büro eine Cocktail-Bar, denn ich konnte es nicht ertragen, in meine leere Wohnung zu kommen. Wir waren eine lustige Gruppe von drei oder vier Frauen, die sich fast jeden Abend traf und später (mit oder ohne männliche Begleitung) abendessen ging.
An jenem Abend trat also dieser unwahrscheinlich gut aussehende Mann in die Bar. Er war gross, blond und hatte leuchtend blaue Augen. Als er mit holperndem Spanisch versuchte, sich einen drink zu bestellen, fragte ich ihn auf englisch, ob ich für ihn übersetzen sollte und er sagte dankbar ja. Wir kamen ins Gespräch, das bald auf deutsch gehalten wurde, denn er war Deutsch-Holländer und hatte seinen festen Wohnsitz in Lübeck. Meine Freundinnen waren neidisch, denn erstens konnten sie sich nicht mit ihm unterhalten (er konnte überhaupt kein Spanisch) und zweitens hatte er nur Augen für mich. Dann lud er uns alle zum Abendessen ein (grosszügig, denn wir waren ja mindestens fünf oder sechs) und später brachte er mich nachhause... da hatte ich mich bereits in ihn verliebt. Er war lustig, intelligent, interessant, kannte die ganze Welt und sah ausserdem noch gut aus.... und seine Küsse waren...... ich schwebte im siebten Himmel, als er mich fragte, ob ich ihn denn wiedersehen wollte... was für eine Frage! Am nächsten Tag trafen wir uns vor einem Kaufhaus im Zentrum Barcelona's, aber leider kam er nur, um mir zu sagen, dass er sofort zurück aufs Schiff musste, ich weiss nicht mehr, warum. Er gab mir einen Abschiedskuss und versprach mir, mich anzurufen, wenn er das nächste Mal in Barcelona wäre...
Ab da ging ich nicht mehr in die Bar, sondern wartete nur auf seinen Anruf. Ich konnte an nichts anderes mehr denken. Hatte Angst, dass ich vielleicht nie wieder von ihm hören würde... aber rund zwei Wochen später kam sein Anruf. Er holte mich vom Büro ab und ich weiss noch, wie stolz ich war, als ein paar Arbeitskolleginnen mit neidischen Blicken diesen tollen Mann sahen.
Wir assen in einem wunderbar romantischen Restaurant und als ich ihn bat, mit zu mir zu kommen, wurde er ganz ernst und sagte, es täte ihm leid, aber er müsste jetzt gleich wieder zurück aufs Schiff, denn noch heute nacht würde die nächste Reise beginnen. Er erzählte mir, dass er Gas aus Algerien nach Barcelona brachte... Als er mein enttäuschtes Gesicht sah, sagte er "Hey, was hältst du davon, mitzukommen?" Oh Gott, einfach so?? Ich brauchte keine Sekunde, um mich zu entscheiden... schnell fuhren wir zu mir nachhause, ich packte einen kleinen Koffer (die Reise würde rund zehn Tage dauern) und dann ging es zum Hafen und aufs Schiff. Wie die Nacht verlief, werde ich hier nicht schildern, nur so viel... er war der beste Liebhaber meines Lebens!
Am nächsten Morgen rief ich vom Schiff aus im Büro an (ich war damals Chefsekretärin bei Th*yss*en-Barcelona) und hatte einen sehr netten Chef, mit dem ich auch privat befreundet war. Er freute sich für mich, als ich ihm erzählte, was passiert war und gab mir Urlaub bis zu meiner Rückkehr.
Die zehn Tage auf dem Schiff waren die schönsten meines ganzen Lebens. Als 'Frau' des Kapitäns wurde ich bedient von vorne bis hinten, er hatte eine ganze Suite (Büro, Wohnzimmer, Schlafzimmer und Badezimmer) und wenn er 'Dienst' hatte, stand ich neben ihm und war wohl noch nie so glücklich. Wir lachten viel, liebten uns ganz viel und verstanden uns wunderbar. Er sagte, dass er seit langer Zeit keine Frau so gern gehabt hätte, dass er sich eine Zukunft mit mir durchaus vorstellen könnte und dass er mich von Deutschland aus (es war seine letzte Reise mit diesem Schiff, dann musste er zurück zur Reederei in Hamburg) anrufen würde und dann könnten wir entscheiden, wie unsere Zukunft zusammen aussehen sollte. Ich brauche wohl nicht zu beschreiben, wie glücklich ich war.
Doch dann war die Reise zuende, das Schiff ankerte ausserhalb des Hafens von Barcelona und wir wurden mit einem kleinen Boot abgeholt. Wie im Film kuschelte ich mich an ihn, während das Boot uns zum Hafen brachte. Er hatte seine starken Arme um mich gelegt und dann sagte er in mein Ohr: "Du, jetzt wo du diese Tage mit mir verbracht hast und wir uns wirklich liebhaben, möchte ich dir etwas über mich sagen, was hoffentlich keinen Einfluss auf deine Gefühle für mich hat.." Ohgottohgott, dachte ich... jetzt kommts, jetzt wird er mir erzählen, dass er Frau und Kinder hat... Doch nein, er erzählte mir, dass er einen 'Fimmel' hätte und zwar wäre das Gru*ppen*s*x. Es machte ihn an, seine 'Frau' mit anderen Männern zu sehen und vice versa. Das hätte aber nichts mit seinen Gefühlen für mich zu tun, es wäre ja schliesslich nur Sex mit den anderen, über den wir dann später zuhause lachen könnten...........
Ich versuchte, nicht zu weinen, schaffte es aber nicht, sondern heulte wie ein Schlosshund. Er war ganz erschreckt über meine Reaktion, meinte aber, dass ich mir alles noch einmal überlegen sollte, und wenn ich ja sagte, wollte er mich so schnell wie möglich heiraten.
Ohne ein Wort zu sagen, nahm ich mir ein Taxi und fuhr nachhause. Ich meldete mich krank im Büro, was sogar stimmte, denn am nächsten Tag hatte ich Fieber und war todsterbenskrank. Ich weiss nicht mehr genau, was es war, irgendeine Urinvergiftung/entzündung.. eine Krankenschwester kam zu mir nachhause und gab mir jeden Tag eine Spritze, aber das ging wie im Nebel an mir vorbei. Nach zwei Wochen ging es mir besser und inzwischen war auch sein Brief gekommen (den ich immer noch habe). Er wiederholte, dass er mich innig liebte und mich heiraten wollte, aber nur wenn ich seine 'Vorliebe' auch teilen würde. Ich antwortete weder auf seinen Brief, noch auf seine Anrufe, die ich jahrelang in unregelmässigen Abständen erhielt... wie gesagt, das alles geschah 1983 und ich sah ihn nicht wieder bis zum Jahr 2000. Da rief er mich wieder an, weil er mal wieder in Barcelona war. Inzwischen war so viel Zeit vergangen, dass ich mich traute, ihn wiederzusehen, ohne dass es wehtat. Das war die beste Entscheidung, denn... vor mir stand ein vollkommen fremder Mann... er hatte sein Gesicht liften lassen und sah sich überhaupt nicht mehr ähnlich. Obwohl fast sechzig Jahre alt, sah sein Gesicht aus wie eine vierzigjährige Maske... was ich ihm auch sagte. Ab da brachte ich das Abendessen hinter mich, verabschiedete mich freundlich und setzte einen Schlussstrich.
*****************
Er rief mich seitdem öfter an, aber ich habe ihn zuerst freundlich und dann nicht mehr so freundlich gebeten, dass er bitte die Anrufe einstellen sollte, was er aber nicht tat. Ab dann hängte ich jedesmal auf, wenn ich seine Stimme hörte und jetzt habe ich ja eine andere Nummer und er kann mich zum Glück nicht mehr erreichen.
Das war meine zweite (und garantiert letzte) Liebe.
Er hiess Nicolas und war Kapitän. Ich traf ihn in meiner 'wilden' Zeit (ungefähr zwei Jahre nachdem mir mein Ex-Ehemann die Kinder weggenommen hatte). Damals besuchte ich fast jeden Abend nach dem Büro eine Cocktail-Bar, denn ich konnte es nicht ertragen, in meine leere Wohnung zu kommen. Wir waren eine lustige Gruppe von drei oder vier Frauen, die sich fast jeden Abend traf und später (mit oder ohne männliche Begleitung) abendessen ging.
An jenem Abend trat also dieser unwahrscheinlich gut aussehende Mann in die Bar. Er war gross, blond und hatte leuchtend blaue Augen. Als er mit holperndem Spanisch versuchte, sich einen drink zu bestellen, fragte ich ihn auf englisch, ob ich für ihn übersetzen sollte und er sagte dankbar ja. Wir kamen ins Gespräch, das bald auf deutsch gehalten wurde, denn er war Deutsch-Holländer und hatte seinen festen Wohnsitz in Lübeck. Meine Freundinnen waren neidisch, denn erstens konnten sie sich nicht mit ihm unterhalten (er konnte überhaupt kein Spanisch) und zweitens hatte er nur Augen für mich. Dann lud er uns alle zum Abendessen ein (grosszügig, denn wir waren ja mindestens fünf oder sechs) und später brachte er mich nachhause... da hatte ich mich bereits in ihn verliebt. Er war lustig, intelligent, interessant, kannte die ganze Welt und sah ausserdem noch gut aus.... und seine Küsse waren...... ich schwebte im siebten Himmel, als er mich fragte, ob ich ihn denn wiedersehen wollte... was für eine Frage! Am nächsten Tag trafen wir uns vor einem Kaufhaus im Zentrum Barcelona's, aber leider kam er nur, um mir zu sagen, dass er sofort zurück aufs Schiff musste, ich weiss nicht mehr, warum. Er gab mir einen Abschiedskuss und versprach mir, mich anzurufen, wenn er das nächste Mal in Barcelona wäre...
Ab da ging ich nicht mehr in die Bar, sondern wartete nur auf seinen Anruf. Ich konnte an nichts anderes mehr denken. Hatte Angst, dass ich vielleicht nie wieder von ihm hören würde... aber rund zwei Wochen später kam sein Anruf. Er holte mich vom Büro ab und ich weiss noch, wie stolz ich war, als ein paar Arbeitskolleginnen mit neidischen Blicken diesen tollen Mann sahen.
Wir assen in einem wunderbar romantischen Restaurant und als ich ihn bat, mit zu mir zu kommen, wurde er ganz ernst und sagte, es täte ihm leid, aber er müsste jetzt gleich wieder zurück aufs Schiff, denn noch heute nacht würde die nächste Reise beginnen. Er erzählte mir, dass er Gas aus Algerien nach Barcelona brachte... Als er mein enttäuschtes Gesicht sah, sagte er "Hey, was hältst du davon, mitzukommen?" Oh Gott, einfach so?? Ich brauchte keine Sekunde, um mich zu entscheiden... schnell fuhren wir zu mir nachhause, ich packte einen kleinen Koffer (die Reise würde rund zehn Tage dauern) und dann ging es zum Hafen und aufs Schiff. Wie die Nacht verlief, werde ich hier nicht schildern, nur so viel... er war der beste Liebhaber meines Lebens!
Am nächsten Morgen rief ich vom Schiff aus im Büro an (ich war damals Chefsekretärin bei Th*yss*en-Barcelona) und hatte einen sehr netten Chef, mit dem ich auch privat befreundet war. Er freute sich für mich, als ich ihm erzählte, was passiert war und gab mir Urlaub bis zu meiner Rückkehr.
Die zehn Tage auf dem Schiff waren die schönsten meines ganzen Lebens. Als 'Frau' des Kapitäns wurde ich bedient von vorne bis hinten, er hatte eine ganze Suite (Büro, Wohnzimmer, Schlafzimmer und Badezimmer) und wenn er 'Dienst' hatte, stand ich neben ihm und war wohl noch nie so glücklich. Wir lachten viel, liebten uns ganz viel und verstanden uns wunderbar. Er sagte, dass er seit langer Zeit keine Frau so gern gehabt hätte, dass er sich eine Zukunft mit mir durchaus vorstellen könnte und dass er mich von Deutschland aus (es war seine letzte Reise mit diesem Schiff, dann musste er zurück zur Reederei in Hamburg) anrufen würde und dann könnten wir entscheiden, wie unsere Zukunft zusammen aussehen sollte. Ich brauche wohl nicht zu beschreiben, wie glücklich ich war.
Doch dann war die Reise zuende, das Schiff ankerte ausserhalb des Hafens von Barcelona und wir wurden mit einem kleinen Boot abgeholt. Wie im Film kuschelte ich mich an ihn, während das Boot uns zum Hafen brachte. Er hatte seine starken Arme um mich gelegt und dann sagte er in mein Ohr: "Du, jetzt wo du diese Tage mit mir verbracht hast und wir uns wirklich liebhaben, möchte ich dir etwas über mich sagen, was hoffentlich keinen Einfluss auf deine Gefühle für mich hat.." Ohgottohgott, dachte ich... jetzt kommts, jetzt wird er mir erzählen, dass er Frau und Kinder hat... Doch nein, er erzählte mir, dass er einen 'Fimmel' hätte und zwar wäre das Gru*ppen*s*x. Es machte ihn an, seine 'Frau' mit anderen Männern zu sehen und vice versa. Das hätte aber nichts mit seinen Gefühlen für mich zu tun, es wäre ja schliesslich nur Sex mit den anderen, über den wir dann später zuhause lachen könnten...........
Ich versuchte, nicht zu weinen, schaffte es aber nicht, sondern heulte wie ein Schlosshund. Er war ganz erschreckt über meine Reaktion, meinte aber, dass ich mir alles noch einmal überlegen sollte, und wenn ich ja sagte, wollte er mich so schnell wie möglich heiraten.
Ohne ein Wort zu sagen, nahm ich mir ein Taxi und fuhr nachhause. Ich meldete mich krank im Büro, was sogar stimmte, denn am nächsten Tag hatte ich Fieber und war todsterbenskrank. Ich weiss nicht mehr genau, was es war, irgendeine Urinvergiftung/entzündung.. eine Krankenschwester kam zu mir nachhause und gab mir jeden Tag eine Spritze, aber das ging wie im Nebel an mir vorbei. Nach zwei Wochen ging es mir besser und inzwischen war auch sein Brief gekommen (den ich immer noch habe). Er wiederholte, dass er mich innig liebte und mich heiraten wollte, aber nur wenn ich seine 'Vorliebe' auch teilen würde. Ich antwortete weder auf seinen Brief, noch auf seine Anrufe, die ich jahrelang in unregelmässigen Abständen erhielt... wie gesagt, das alles geschah 1983 und ich sah ihn nicht wieder bis zum Jahr 2000. Da rief er mich wieder an, weil er mal wieder in Barcelona war. Inzwischen war so viel Zeit vergangen, dass ich mich traute, ihn wiederzusehen, ohne dass es wehtat. Das war die beste Entscheidung, denn... vor mir stand ein vollkommen fremder Mann... er hatte sein Gesicht liften lassen und sah sich überhaupt nicht mehr ähnlich. Obwohl fast sechzig Jahre alt, sah sein Gesicht aus wie eine vierzigjährige Maske... was ich ihm auch sagte. Ab da brachte ich das Abendessen hinter mich, verabschiedete mich freundlich und setzte einen Schlussstrich.
*****************
Er rief mich seitdem öfter an, aber ich habe ihn zuerst freundlich und dann nicht mehr so freundlich gebeten, dass er bitte die Anrufe einstellen sollte, was er aber nicht tat. Ab dann hängte ich jedesmal auf, wenn ich seine Stimme hörte und jetzt habe ich ja eine andere Nummer und er kann mich zum Glück nicht mehr erreichen.
Das war meine zweite (und garantiert letzte) Liebe.
17.11.2008, 08.55 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL
Erinnerungen an alte Lieben
Ich habe viel bei IHR gelesen und bekam eine Gänsehaut, weil wir uns so ähnlich sind (obwohl sie natürlich viel viel jünger ist als ich). Beim Lesen kamen plötzlich meine eigenen Erinnerungen an alte Lieben an die Oberfläche.
Ich habe in meinem ganzen Leben nur zweimal wirklich geliebt. Das erste Mal war in England, ich war kaum zwanzig, mit einem ganz süssen Studenten verlobt und dachte, dass ich ihn liebte. ABER.... da traf mich der Blitzschlag! ER arbeitete in derselben Firma (ich arbeitete dort als Empfangsdame/-sekretärin) und hiess auch Martin, genau wie mein Verlobter. Er war ein paar Jahre älter als ich, sah nicht halb so gut aus wie mein Verlobter , aber nach dem ersten Kuss konnte ich meinem Verlobten nicht mehr in die Augen sehen und löste einfach so meine Verlobung (mit grossem Trara, denn wir hatten bei der offiziellen Verlobungsfeier viele Geschenke bekommen... die ich alle meinem Ex-Verlobten überliess). Der 'neue' Martin war allerdings krank, hatte schreckliche Ekzeme verbunden mit Asthma (was ich aber erst später herausfand, da er sich nie nackt zeigte und bei mir nie einen Asthmaanfall hatte). Ich schwebte wirklich im siebten Himmel, zwei oder drei Monate war alles so, wie es sein sollte, sagen wir mal, so wie im Film..:-) Er stellte mich seinen Eltern vor und ich fing an, von der Zukunft zu reden... und da war auf einmal alles zuende. Er fuhr in Urlaub (zu mir sagte er, allein, aber 'liebe' Kollegen erzählten mir, dass er mit seiner Ex-Freundin gefahren war). Trotzdem glaubte ich, dass nach seinem Urlaub alles wie vorher sein würde, aber am Tag nach seiner Rückkehr (ein Samstag) kam er nicht zu mir, wie ausgemacht war. Ich weiss noch, dass ich die ganze Nacht am Fenster sass und auf sein Auto (ein grüner Mini) wartete. Um halb sieben in der Früh marschierte ich schluchzend los, einige Kilometer bis zum Haus seines besten Freundes. Dort wartete ich vor der Tür bis sich im Haus etwas regte und klingelte. Sein Freund liess mich hereinkommen und erzählte mir dann die schreckliche Wahrheit. Es war Schluss! Ich brach wortwörtlich zusammen, so schlimm, dass ein Arzt gerufen wurde, der mir eine Beruhigungsspritze gab und meinte, dass man mich im Moment nicht alleinlassen dürfte. An den ganzen Tag danach kann ich mich nicht erinnern und auch kaum an die Zeit danach. Man kann es nur damit beschreiben, dass mein Herz 'gebrochen' war. Ich sah ihn in der Firma und jedesmal fing alles von vorne an. Er hat mir nie gesagt, warum er mit mir Schluss gemacht hatte.. ich hörte, dass er auch mit seiner Ex-Freundin nicht wieder zusammen war... Jedenfalls konnte ich es in der Firma/in England nicht mehr aushalten, kündigte meinen Job und meine Wohnung und fuhr zurück nachhause, zu meiner Mutter. Eine Freundin aus England schrieb mir kurz danach, dass Martin nach Australien ausgewandert war.
Nach nur wenigen Monaten in Deutschland verbrachte ich einen Urlaub an der Costa Brava, lernte meinen (späteren) Mann kennen und wanderte kurz danach aus nach Spanien. Ich fand das neue Leben in Barcelona sehr aufregend, meinen Freund exotisch und ebenfalls aufregend... jedenfalls half mir die neue Umgebung plus Mann, meine Gefühle für Martin etwas in den Hintergrund zu schieben.
Viele Jahre später erzählte mir meine Schwester, dass ein halbes Jahr, nachdem ich nach Spanien gezogen war ( und noch nicht schwanger/verheiratet war), ein Brief von Martin in meinem deutschen Zuhause ankam. Meine Mutter leitete ihn nicht an mich weiter (sie wusste ja alles von Martin), sondern öffnete ihn. Martin war zurück aus Australien gekommen und bat mich, nach England zurückzukehren. Er liebte mich und wollte mich heiraten. Er hatte mit mir Schluss gemacht aufgrund seiner Krankheit, mit der er mich nicht belasten wollte und besonders, weil sie vererbt werden konnte und ich ja unbedingt Kinder wollte.
Meine Mutter befahl meiner Schwester, mir bloss nichts davon zu erzählen, denn der Spanier wäre ja immerhin gesund und es ginge mir doch gut....
Das alles erzählte mir meine Schwester erst, als meine Mutter schon tot war. Also 30 Jahre später, nachdem ich Martin zum letzten Mal gesehen hatte....
Noch jetzt, während ich das hier schreibe, fühle ich wieder den Schmerz wie damals und jetzt ist es über 40 Jahre her... eine alte Frau mit ihren Erinnerungen.
Über meine zweite (und letzte) Liebe werde ich ein anderes Mal schreiben...
Ich habe in meinem ganzen Leben nur zweimal wirklich geliebt. Das erste Mal war in England, ich war kaum zwanzig, mit einem ganz süssen Studenten verlobt und dachte, dass ich ihn liebte. ABER.... da traf mich der Blitzschlag! ER arbeitete in derselben Firma (ich arbeitete dort als Empfangsdame/-sekretärin) und hiess auch Martin, genau wie mein Verlobter. Er war ein paar Jahre älter als ich, sah nicht halb so gut aus wie mein Verlobter , aber nach dem ersten Kuss konnte ich meinem Verlobten nicht mehr in die Augen sehen und löste einfach so meine Verlobung (mit grossem Trara, denn wir hatten bei der offiziellen Verlobungsfeier viele Geschenke bekommen... die ich alle meinem Ex-Verlobten überliess). Der 'neue' Martin war allerdings krank, hatte schreckliche Ekzeme verbunden mit Asthma (was ich aber erst später herausfand, da er sich nie nackt zeigte und bei mir nie einen Asthmaanfall hatte). Ich schwebte wirklich im siebten Himmel, zwei oder drei Monate war alles so, wie es sein sollte, sagen wir mal, so wie im Film..:-) Er stellte mich seinen Eltern vor und ich fing an, von der Zukunft zu reden... und da war auf einmal alles zuende. Er fuhr in Urlaub (zu mir sagte er, allein, aber 'liebe' Kollegen erzählten mir, dass er mit seiner Ex-Freundin gefahren war). Trotzdem glaubte ich, dass nach seinem Urlaub alles wie vorher sein würde, aber am Tag nach seiner Rückkehr (ein Samstag) kam er nicht zu mir, wie ausgemacht war. Ich weiss noch, dass ich die ganze Nacht am Fenster sass und auf sein Auto (ein grüner Mini) wartete. Um halb sieben in der Früh marschierte ich schluchzend los, einige Kilometer bis zum Haus seines besten Freundes. Dort wartete ich vor der Tür bis sich im Haus etwas regte und klingelte. Sein Freund liess mich hereinkommen und erzählte mir dann die schreckliche Wahrheit. Es war Schluss! Ich brach wortwörtlich zusammen, so schlimm, dass ein Arzt gerufen wurde, der mir eine Beruhigungsspritze gab und meinte, dass man mich im Moment nicht alleinlassen dürfte. An den ganzen Tag danach kann ich mich nicht erinnern und auch kaum an die Zeit danach. Man kann es nur damit beschreiben, dass mein Herz 'gebrochen' war. Ich sah ihn in der Firma und jedesmal fing alles von vorne an. Er hat mir nie gesagt, warum er mit mir Schluss gemacht hatte.. ich hörte, dass er auch mit seiner Ex-Freundin nicht wieder zusammen war... Jedenfalls konnte ich es in der Firma/in England nicht mehr aushalten, kündigte meinen Job und meine Wohnung und fuhr zurück nachhause, zu meiner Mutter. Eine Freundin aus England schrieb mir kurz danach, dass Martin nach Australien ausgewandert war.
Nach nur wenigen Monaten in Deutschland verbrachte ich einen Urlaub an der Costa Brava, lernte meinen (späteren) Mann kennen und wanderte kurz danach aus nach Spanien. Ich fand das neue Leben in Barcelona sehr aufregend, meinen Freund exotisch und ebenfalls aufregend... jedenfalls half mir die neue Umgebung plus Mann, meine Gefühle für Martin etwas in den Hintergrund zu schieben.
Viele Jahre später erzählte mir meine Schwester, dass ein halbes Jahr, nachdem ich nach Spanien gezogen war ( und noch nicht schwanger/verheiratet war), ein Brief von Martin in meinem deutschen Zuhause ankam. Meine Mutter leitete ihn nicht an mich weiter (sie wusste ja alles von Martin), sondern öffnete ihn. Martin war zurück aus Australien gekommen und bat mich, nach England zurückzukehren. Er liebte mich und wollte mich heiraten. Er hatte mit mir Schluss gemacht aufgrund seiner Krankheit, mit der er mich nicht belasten wollte und besonders, weil sie vererbt werden konnte und ich ja unbedingt Kinder wollte.
Meine Mutter befahl meiner Schwester, mir bloss nichts davon zu erzählen, denn der Spanier wäre ja immerhin gesund und es ginge mir doch gut....
Das alles erzählte mir meine Schwester erst, als meine Mutter schon tot war. Also 30 Jahre später, nachdem ich Martin zum letzten Mal gesehen hatte....
Noch jetzt, während ich das hier schreibe, fühle ich wieder den Schmerz wie damals und jetzt ist es über 40 Jahre her... eine alte Frau mit ihren Erinnerungen.
Über meine zweite (und letzte) Liebe werde ich ein anderes Mal schreiben...
12.11.2008, 08.33 | (0/0) Kommentare | TB | PL







